
Besetzung von Der mit dem Wolf tanzt: Schauspieler & Rollen
Kevin Costners „Der mit dem Wolf tanzt” (1990) setzte mit der Besetzung indigener Schauspieler in zentralen Rollen Maßstäbe – Graham Greene etwa brachte als Lakota-Häuptling Kicking Bird eine Authentizität auf die Leinwand, die weit über bloße Maske hinausging.
Regisseur: Kevin Costner · Erscheinungsjahr: 1990 · Hauptdarsteller: Kevin Costner · Bekannte Rolle: Graham Greene als Strampelnder Vogel · Weitere Stars: Mary McDonnell, Rodney A. Grant, Floyd Red Crow Westerman
Kurzüberblick
- Kevin Costner war Regisseur, Darsteller und Produzent (Heftfilme)
- Graham Greene spielte Kicking Bird und erhielt eine Oscar-Nominierung 1991 (Musikexpress)
- Rodney A. Grant verkörperte Wind in seinem Haar (Filmstarts)
- Exakte Authentizität der Sioux-Dialoge ohne Linguistenberichte nicht vollständig verifizierbar
- Unklarheiten über die vollständige Stammeszugehörigkeit aller Darsteller
- Rezeption in spezifischen indigenen Communities außerhalb der Lakota-Gruppen wenig dokumentiert
- Veröffentlichung 1990 als Costners Regiedebüt
- Oscar-Nominierung für Greene 1991
- Greene verstarb am 02.09.2025 im Alter von 73 Jahren
- Sein Vermächtnis prägt weiterhin Diskussionen über indigene Repräsentation
- Nachfolgende Filme wie „Der letzte Mohikaner” profitierten von diesem Modell
- Neue Dokumentationen über die Dreharbeiten könnten weitere Hintergründe liefern
Die wichtigsten Produktionsdaten und Auszeichnungen des Films im Überblick:
| Attribut | Details |
|---|---|
| Originaltitel | Dances with Wolves |
| Regisseur | Kevin Costner |
| Erscheinungsjahr | 1990 |
| Länge | 181 Minuten |
| Auszeichnungen | 7 Oscars |
| Budget | ca. 19 Mio. USD |
| Einspielergebnis | über 400 Mio. USD |
| Produktion | Orion Pictures |
| Jahr der Handlung | 1863 |
Wie heißt der Indianer bei „Der mit dem Wolf tanzt”?
Die zentralen indigenen Figuren des Films tragen ihre Originalnamen aus der Lakota-Sprache. Die Hauptbesetzung umfasst mehrere charismatische Darsteller, die dem Werk seine besondere Tiefe verleihen.
Graham Greene als Strampelnder Vogel (Kicking Bird)
Graham Greene, Angehöriger des Oneida-Stammes, verkörperte den respektierten Lakota-Krieger Strampelnder Vogel. Seine Performance brachte ihm 1991 die Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller ein – eine Anerkennung, die bis dahin für indigene Darsteller selten war. Kevin Costner bezeichnete Greene posthum als „ein Meister seines Fachs”. Greene verstarb am 02. September 2025 im Alter von 73 Jahren.
Die Oscar-Nominierung von Greene setzte 1991 einen Maßstab, an dem seither indigene Darstellungen in Hollywood gemessen werden. Sie signalisierte, dass authentische Besetzung nicht nur ethisch geboten, sondern auch künstlerisch wertvoll ist.
Rodney A. Grant als Wind in seinem Haar
Rodney A. Grant, Mitglied des Omaha-Stammes, gab dem Film mit seiner Darstellung von Wind in seinem Haar eine weitere Dimension. Laut dokumentarischen Quellen wurde Grant 1979 durch den Film „Adlerflügel” motiviert, nach Los Angeles zu gehen, um die authentische Repräsentation indigener Menschen in der Filmindustrie voranzutreiben. Nach „Der mit dem Wolf tanzt” spielte Grant später Rollen in „Der letzte Mohikaner” und verkörperte den historischen Geronimo.
Weitere indigene Darsteller
- Floyd Red Crow Westerman als Zehn Bären (Ten Bears) – der weise Stammesälteste, AIM-Aktivist und Darsteller in über 20 Projekten
- Tantoo Cardinal als Schwarzer Schal (Black Shawl) – eine der bedeutendsten indigenen Schauspielerinnen Kanadas
- Wes Studi als Toughest Pawnee – ein Cherokee-Schauspieler, der auch in „Der letzte Mohikaner” mitwirkte
- Jimmy Herman als Stone Calf
- Michael Spears als Otter
- Nathan Lee Chasing His Horse in der Besetzung
Die Produktion legte bewusst Wert auf indigene Darsteller in Schlüsselrollen – ein Schritt, der für die frühen 1990er Jahre bemerkenswert war.
Warum sind Filme wie „Der mit dem Wolf tanzt” umstritten?
Trotz der verdienten Anerkennung für authentische Besetzung blieb der Film nicht ohne Kritik. Die Kontroverse rankt sich um mehrere Aspekte der Darstellung und Erzählperspektive.
Darstellung indigener Völker
Ein zentraler Vorwurf betrifft die Perspektive des Films: Der Protagonist John Dunbar ist ein weißer Soldat, der sich den Lakota anschließt. Kritiker bemängeln, dass indigene Geschichten weiterhin durch nicht-indigene Charaktere gerahmt werden – selbst wenn die Besetzung authentisch ist. Die Handlung folgt dem Muster des „edlen Wilden”, wobei die Lakota aus der Sicht eines Außenstehenden idealisiert dargestellt werden.
Kritik an Stereotypen
Trotz des Einsatzes indigener Darsteller griff der Film teilweise auf vertraute Erzählmuster zurück. Die Figur des weisen Indianers, der dem weißen Protagonisten als Mentor dient, folgt einem bekannten Hollywood-Schema. Einige Aktivisten und Filmkritiker merkten an, dass die Vertiefung indigener Charaktere hinter den Erwartungen zurückblieb.
Historische Genauigkeit
Die Szene, in der die Lakota mit Bisonherden interagieren, hat historische Grundlagen, da die Handlung 1863 beginnt – vor dem Höhepunkt des Bisonsterbens. Allerdings werden komplexe historische Konflikte zwischen verschiedenen Stämmen vereinfacht dargestellt.
Die Debatte um „Der mit dem Wolf tanzt” zeigt, dass authentische Besetzung allein nicht ausreicht. Auch Erzählperspektive, Autorschaft und kulturelle Sensibilität in der Inszenierung spielen entscheidende Rollen für eine respektvolle Darstellung.
Hat Kevin Costner in „Der mit dem Wolf tanzt” wirklich Sioux gesprochen?
Die Authentizität der Spracheigent sich Kevin Costner besondere Mühe. Im Film wurden erhebliche Passagen in der Lakota-Sprache verwendet, um den indigenen Charakteren Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Sprachcoaching vor Ort
Kevin Costner erhielt Berichten zufolge intensives Sprachcoaching von Lakota-Sprechern während der Dreharbeiten. Die Produktion arbeitete mit Linguisten und indigenen Sprachberatern zusammen, um sicherzustellen, dass zumindest die Grunddialoge korrekt verwendet wurden.
Authentizität der Dialoge
In den Schlüsselszenen ist die Verwendung des Lakota bemerkenswert. Allerdings fehlen vollständige Linguisten-Berichte, die eine umfassende Bewertung der dialektalen Genauigkeit erlauben würden. Die Quellenlage bleibt in diesem Punkt lückenhaft.
Beteiligung von Linguisten
Die Produktion arbeitete mit indigenen Sprachspezialisten zusammen, wobei die genauen Details dieser Zusammenarbeit nicht vollständig dokumentiert sind. Fest steht: Der bewusste Einsatz von Lakota-Dialogen unterschied den Film von zeitgenössischen Western-Produktionen.
Ist „Der mit dem Wolf tanzt” eine wahre Geschichte?
Der Film basiert auf Michael Blakes Roman „Dances with Wolves” von 1988, ist jedoch keine direkte Adaption einer wahren Begebenheit. Die Geschichte verbindet fiktive Elemente mit historisch inspirierten Szenarien.
Basierend auf Roman von Michael Blake
Michael Blake adaptierte seinen eigenen Roman für das Drehbuch und schuf damit die Grundlage für Costners Regieprojekt. Blake und Costner pflegten eine enge Zusammenarbeit, die über bloße Geschäftsbeziehungen hinausging.
Historische Inspirationen
Die Freundschaft zwischen einem weißen Soldaten und den Lakota spiegelt historische Begegnungen während der amerikanischen Expansion wider. Besonders die Zeit um 1863, als die Bisonbestände noch intakt waren und die Lakota ihre traditionelle Lebensweise bewahrten, bietet eine realitätsnahe Kulisse.
Fiktive Elemente
John Dunbar als Charakter ist fiktiv. Die spezifischen Begebenheiten seiner Integration in den Stamm, einschließlich der Bisonjagd-Szene und der Entwicklung seiner Beziehung zu den Stammesmitgliedern, entspringen der literarischen Vorlage.
„Der mit dem Wolf tanzt” ist ein Western, der auf fiktiver Grundlage basiert, aber von realen historischen Kontexten inspiriert ist. Die Unterscheidung zwischen literarischer Fiktion und historischer Wahrheit bleibt für das Verständnis des Films zentral.
Waren Michael Blake und Kevin Costner befreundet?
Die Verbindung zwischen dem Autor und dem Regisseur ging über berufliche Zusammenarbeit hinaus. Ihre Partnerschaft wurde zu einer der produktivsten in der Hollywood-Geschichte eines Western-Genres.
Zusammenarbeit am Film
Michael Blake verkaufte die Filmrechte an Costner für einen symbolischen Betrag, als er erkannte, dass Costner die Vision des Romans authentisch umsetzen konnte. Diese Geste ebnete den Weg für eine enge kreative Partnerschaft.
Freundschaftliche Beziehung
Blake und Costner entwickelten eine Beziehung, die über das rein Professionelle hinausging. Mehrere dokumentarische Quellen deuten darauf hin, dass die beiden während der Produktion und darüber hinaus in Kontakt blieben.
Gemeinsame Projekte
Nach dem Erfolg von „Der mit dem Wolf tanzt” blieben beide in der Filmbranche aktiv. Blakes weitere Arbeiten profitierten von der Aufmerksamkeit, die Costners Adaption brachte.
Bestätigte Fakten
- Kevin Costner führte Regie und spielte die Hauptrolle
- Indigene Schauspieler besetzten zentrale Rollen
- Graham Greene erhielt eine Oscar-Nominierung
- Der Film wurde 1990 veröffentlicht
- Mary McDonnell spielte Stands With A Fist
- Rodney A. Grant und Floyd Westerman gehörten zur Hauptbesetzung
Unbestätigte Berichte
- Exakte Authentizität der Sioux-Dialoge ohne Linguistenberichte
- Genauere Rezeption in indigenen Communities außerhalb der Lakota
- Vollständige Dokumentation von Linguisten-Konsultationen
„Ein Meister seines Fachs.”
— Kevin Costner über Graham Greene, Musikexpress
„Einige Dinge kommen mir in den Sinn, wenn ich an Graham Greene und unsere Zeit bei ‚Der mit dem Wolf tanzt’ denke.”
— Kevin Costner über die Zusammenarbeit, Musikexpress
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Häufig gestellte Fragen
Gibt es „Der mit dem Wolf tanzt” 2?
Eine direkte Fortsetzung des Films wurde nicht produziert. Kevin Costner drehte später den eigenständigen Western „The Postman” (1997), der thematisch in einem postapokalyptischen Amerika spielt, aber keine storyline-mäßige Verbindung zu „Der mit dem Wolf tanzt” hat.
Wurde in „Der mit dem Wolf tanzt” ein echter Wolf verwendet?
Der Wolf namens „Socke” im Film wurde von zwei grauen Wölfen gespielt: Teddy und Buck. Die Produktion arbeitete mit Tierpflegern zusammen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und den Einsatz lebender Tiere so verantwortungsvoll wie möglich zu gestalten.
Wo kann man Besetzung von „Der mit dem Wolf tanzt” streamen?
Der Film ist auf verschiedenen Streaming-Plattformen verfügbar, darunter Amazon Prime Video, Apple TV und Google Play. Die Verfügbarkeit kann je nach Region variieren.
Wer ist Floyd Westerman in „Der mit dem Wolf tanzt”?
Floyd Red Crow Westerman verkörperte Zehn Bären, den weisen Stammesältesten der Lakota. Westerman war auch in der American Indian Movement-Bewegung aktiv und wirkte in über 20 Film- und Fernsehprojekten mit, viele davon im Western-Genre.
Sind Schauspieler aus „Der mit dem Wolf tanzt” tot?
Graham Greene verstarb am 02. September 2025 im Alter von 73 Jahren. Floyd Red Crow Westerman ist bereits 2007 verstorben. Andere Darsteller wie Rodney A. Grant und Mary McDonnell sind weiterhin aktiv.
Wer spielt Stands With A Fist?
Mary McDonnell spielte Stands With A Fist, die junge Lakota-Frau, die nach einer Bisonjagd von ihrem Stamm aufgenommen wird. McDonnell war zuvor in „Die Hochzeit meines besten Freundes” zu sehen und erlangte später durch die Science-Fiction-Serie „Battlestar Galactica” internationale Bekanntheit.
Welche Rolle hat Jimmy Herman?
Jimmy Herman spielte Stone Calf, ein weiteres Mitglied der Lakota-Gemeinschaft. Herman gehört zum Hidatsa-Indianer-Reservat in Norddakota und war vor „Der mit dem Wolf tanzt” in kleineren Filmproduktionen aufgetreten.
Für Filmfans, die sich für authentische indigene Repräsentation interessieren, bleibt „Der mit dem Wolf tanzt” ein wichtiger Bezugspunkt: Die Besetzung mit Graham Greene, Rodney A. Grant und anderen setzte Maßstäbe, auch wenn die Diskussion über die optimale Erzählperspektive weitergeht. Wer die Entwicklung indigener Darsteller in Hollywood nachvollziehen möchte, sollte die Karrieren dieser Pioniere weiterverfolgen.