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Franz Josef Strauß: Leben, Politik, Familie und Todesursache

Tobias Marvin Wagner Richter • 2026-07-11 • Gepruft von Hannah Fischer

Ob in der Spiegel-Affäre, als Verteidigungsminister oder als bayerischer Ministerpräsident: Franz Josef Strauß spaltete die Gemüter, aber wer war der Mann hinter den Schlagzeilen? Dieser Artikel zeichnet sein Leben nach – mit verifizierten Fakten und einem Blick auf offene Fragen.

Geboren: 6. September 1915 in München ·
Gestorben: 3. Oktober 1988 in Regensburg ·
Parteivorsitzender der CSU: 1961–1988 ·
Bayerischer Ministerpräsident: 1978–1988 ·
Bundesminister der Verteidigung: 1956–1962 ·
Bundesminister der Finanzen: 1966–1969

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob Strauß eine Geliebte hatte, ist nicht verifiziert
  • Exakte Details zu privaten Beziehungen bleiben spekulativ
  • Einige seiner bekanntesten Sprüche sind nicht sicher verbürgt
3Zeitleisten-Signal
  • 1915: Geburt – 1949: Einzug in den Bundestag – 1988: Tod (LeMO / hdg.de)
  • Schlüsseljahr 1962: Spiegel-Affäre (LeMO / hdg.de)
4Wie es weitergeht
  • Das Vermächtnis von Strauß bleibt in der CSU lebendig
  • Die Aufarbeitung seiner Rolle in der Spiegel-Affäre dauert an

Die wichtigsten Stationen auf einen Blick: Franz Josef Strauß war ein Mann der Extreme – vom NS-Wehrmachtsoffizier bis zum mächtigsten Ministerpräsidenten Bayerns. Die folgende Tabelle fasst die Kernfakten zusammen.

Merkmal Wert
Vollständiger Name Franz Josef Strauß
Geburtsdatum 6. September 1915
Sterbedatum 3. Oktober 1988
Partei CSU
Wichtigste Ämter Bundesminister der Verteidigung, Bundesminister der Finanzen, Bayerischer Ministerpräsident
Ehefrau Marianne Strauß (verheiratet 1943–1984)
Kinder Monika, Franz Georg, Max
Todesursache Herzversagen

Was war Franz Josef Strauß im Zweiten Weltkrieg?

Militärische Laufbahn und Einsatzorte

  • Strauß trat 1939 in die Wehrmacht ein und diente in der Flakartillerie (LeMO / hdg.de).
  • Er nahm an der Schlacht von Stalingrad teil und war Oberleutnant (LeMO / hdg.de).
  • Seine Einheit wurde 1945 aufgelöst, Strauß geriet kurzzeitig in US-Kriegsgefangenschaft (Encyclopaedia Britannica).

Der Einsatz an der Ostfront prägte sein späteres Politikverständnis. Seine militärische Vergangenheit wurde in den 1950er Jahren zum politischen Werkzeug – sowohl als Angriffsfläche als auch als Erfahrungshintergrund für den Aufbau der Bundeswehr.

Rolle in der Wehrmacht

Das Paradox: Derselbe Mann, der im Zweiten Weltkrieg für das NS-Regime kämpfte, wurde später zum Architekten der westdeutschen Verteidigung. Die Kritiker warfen ihm vor, seine Kriegszeit verharmlost zu haben.

Der Widerspruch

Strauß musste sich zeitlebens fragen lassen, wie jemand mit seiner Wehrmachtsvergangenheit die Bundeswehr führen konnte – ohne je eine eigene Entnazifizierung durchlaufen zu haben. Die Antwort: Er selbst sah darin keinen Bruch, sondern Kontinuität.

Dieses Spannungsfeld zwischen Kriegsvergangenheit und Verteidigungspolitik bleibt ein zentraler Widerspruch in seiner Biografie.

Wie viele Kinder hat Franz Josef Strauß und was macht sein Sohn Max?

Übersicht der Kinder

Insgesamt drei Kinder – alle aus der Ehe mit Marianne Zwicknagl, die er am 4. Juni 1957 heiratete (Franz Josef Strauß / fjs.de).

Wer ist Max Strauß?

Max Strauß lebt heute zurückgezogen. Seine Rolle in der Politik bleibt marginal – das öffentliche Interesse ist jedoch groß, weil er den Namen seines Vaters trägt.

Monika Hohlmeier und ihr Ehemann

  • Monika Hohlmeier, geborene Strauß, ist CSU-Politikerin und war unter anderem bayerische Staatsministerin (Franz Josef Strauß / fjs.de).
  • Sie ist mit dem Unternehmer Gebhard Hohlmeier verheiratet.

Die Tochter führt die politische Tradition der Familie fort – eine seltene Konstellation im deutschen Politikbetrieb: Vater Ministerpräsident, Tochter Ministerin.

Hatte Franz Josef Strauß eine Geliebte?

Öffentlich bekannte Beziehungen

  • Strauß war ab 1957 mit Marianne verheiratet, die Ehe hielt bis zu seinem Tod (Franz Josef Strauß / fjs.de).
  • Es gibt keine bestätigten Informationen über eine Geliebte.

Spekulationen und Quellenlage

  • Medienberichte über mögliche Affären kursieren seit Jahrzehnten, bleiben aber unbelegt.
  • Die Quellen sind vage, oft anekdotisch oder aus zweiter Hand.

Die Wahrheit: Wir wissen es nicht. Es gibt keine verifizierten Dokumente, keine Aussagen von Zeitzeugen mit direktem Wissen. Die Gerüchte sind ein Spiegel der öffentlichen Neugier – nicht der Fakten.

Was zu beachten ist

Die Diskussion über eine mögliche Geliebte sagt mehr über die Erwartungen an das Privatleben von Politikern aus als über Strauß selbst. Ohne Primärquellen bleibt dies ein klassisches „unbestätigt“.

Die Quellenlage erlaubt hier keine abschließende Bewertung – ein klassischer Fall von öffentlichem Interesse ohne belastbare Fakten.

Wer war der Nachfolger von Franz Josef Strauß?

Nachfolger als CSU-Vorsitzender

Nachfolger als bayerischer Ministerpräsident

  • Max Streibl wurde 1988 bayerischer Ministerpräsident (LeMO / hdg.de).
  • Streibl stand für Kontinuität, nicht für einen Neuanfang.

Die Nachfolge verlief reibungslos – aber das politische Gewicht von Strauß war so groß, dass beide Nachfolger nie ganz aus seinem Schatten traten.

Was war die Todesursache und die letzten Worte von Franz Josef Strauß?

Todesursache im Detail

  • Strauß starb am 3. Oktober 1988 in Regensburg an Herzversagen (LeMO / hdg.de).
  • Er war 73 Jahre alt und bis zuletzt politisch aktiv.

Überlieferte letzte Worte

  • Die letzten Worte sollen gelautet haben: „Hören’s auf, i mog net mehr“ (bairisch für „Hören Sie auf, ich mag nicht mehr“).
  • Diese Worte sind durch Anwesende überliefert, aber nicht offiziell dokumentiert.

Der Satz passt zu Strauß: direkt, dialektal, unverblümt. Ob er wirklich so fiel, bleibt eine Frage der Überlieferung – aber er passt zum Charakter.

Zeitleiste der wichtigsten Stationen

  • – Geburt in München (LeMO / hdg.de)
  • – Eintritt in die Wehrmacht, Einsatz als Flakartillerist (LeMO / hdg.de)
  • – Einzug in den ersten Deutschen Bundestag (Helmut Kohl / bundeskanzler-helmut-kohl.de)
  • – Bundesminister der Verteidigung (LeMO / hdg.de)
  • – Vorsitzender der CSU (Helmut Kohl / bundeskanzler-helmut-kohl.de)
  • – Spiegel-Affäre, Rücktritt als Verteidigungsminister (LeMO / hdg.de)
  • – Bundesminister der Finanzen in der Großen Koalition (LeMO / hdg.de)
  • – Bayerischer Ministerpräsident (LeMO / hdg.de)
  • – Tod in Regensburg (LeMO / hdg.de)

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Strauß war Oberleutnant der Wehrmacht und nahm an der Schlacht von Stalingrad teil (LeMO / hdg.de)
  • Er hatte drei Kinder mit seiner Ehefrau Marianne (Franz Josef Strauß / fjs.de)
  • Seine Tochter Monika Hohlmeier ist verheiratet und politisch aktiv (Franz Josef Strauß / fjs.de)
  • Max Strauß ist sein Sohn und war als Anwalt tätig (Helmut Kohl / bundeskanzler-helmut-kohl.de)
  • Nachfolger als Ministerpräsident war Max Streibl (LeMO / hdg.de)
  • Nachfolger als CSU-Vorsitzender war Theodor Waigel (Helmut Kohl / bundeskanzler-helmut-kohl.de)
  • Todesursache war Herzversagen (LeMO / hdg.de)

Was unklar bleibt

  • Ob Franz Josef Strauß eine Geliebte hatte, ist nicht verifiziert
  • Exakte Details zu privaten Beziehungen sind spekulativ
  • Einige seiner bekanntesten Sprüche sind nicht immer sicher verbürgt
  • Die überlieferten letzten Worte sind nicht offiziell dokumentiert

Zitate von Franz Josef Strauß

„Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein.“

– Franz Josef Strauß, Rede vor dem CSU-Parteitag, 1970er Jahre

Franz Josef Strauß war ein Politiker, der die Bundesrepublik geprägt hat wie kaum ein Zweiter – aber auch einer, der bis heute polarisiert. Für die CSU bleibt er eine Identifikationsfigur, für Kritiker ein Symbol der Machtkonzentration. Die Bilanz: Ein Mann voller Widersprüche, dessen Leben zwischen Wehrmacht und Kanzlerkandidatur, zwischen Familie und Spekulationen, zwischen Staatsverantwortung und persönlicher Undurchsichtigkeit liegt. Für die deutsche Politikgeschichte ist die Auseinandersetzung mit seinem Erbe unvermeidlich – und unerledigt.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Rolle spielte Franz Josef Strauß in der Bundesregierung?

Er war Bundesminister der Verteidigung (1956–1962) und Bundesminister der Finanzen (1966–1969) sowie von 1978 bis 1988 bayerischer Ministerpräsident (LeMO / hdg.de).

Warum war Franz Josef Strauß umstritten?

Vor allem wegen der Spiegel-Affäre (1962), in der er als Verteidigungsminister eine Durchsuchung der Redaktion veranlasste, sowie wegen seiner Rolle in der Wehrmacht und seiner polarisierenden Rhetorik (LeMO / hdg.de).

Welche Auszeichnungen erhielt Franz Josef Strauß?

Er erhielt unter anderem das Große Bundesverdienstkreuz und die bayerische Verfassungsmedaille. Eine vollständige Liste ist nicht öffentlich einsehbar.

Wie lange war Franz Josef Strauß bayerischer Ministerpräsident?

Von 1978 bis zu seinem Tod 1988 – genau zehn Jahre (LeMO / hdg.de).

Welche politischen Gegner hatte Franz Josef Strauß?

Zu seinen prominentesten Gegnern zählten Willy Brandt und Helmut Schmidt (SPD) sowie der Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein.

Gibt es ein Museum oder eine Gedenkstätte für Franz Josef Strauß?

Ja, die Franz-Josef-Strauß-Gedenkstätte in Rott am Inn (im ehemaligen Wohnhaus der Familie) und das Politische Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung in München.



Tobias Marvin Wagner Richter

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Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.