Wer mit 15 endlich selbstständig unterwegs sein will, denkt oft zuerst an ein Mofa. Doch viele unterschätzen, dass die sogenannte Mofa-Prüfbescheinigung rechtlich kein Führerschein ist – ein Unterschied, der weitreichende Folgen haben kann. Dieser Leitfaden zeigt, wer ein Mofa fahren darf, welche Kosten auf Fahrschüler zukommen und wie sich die Berechtigung von anderen Fahrerlaubnisklassen abgrenzt.

Mindestalter: 15 Jahre ·
Bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h ·
Erforderliche Bescheinigung: Mofa-Prüfbescheinigung (kein Führerschein) ·
Theoretische Ausbildung: mindestens 6 Doppelstunden à 90 Minuten

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die genauen Kosten variieren je nach Fahrschule und Region (R+V Versicherung)
  • Ob ein E-Bike als Mofa gilt, hängt von der Bauart ab (Pedale, Motorart) (ADAC)
  • Mögliche Harmonisierung der Prüfungszeitpunkte zwischen Bundesländern (ADAC) (R+V Versicherung)
3Zeitleisten-Signal
  • Ausbildung kann bereits 6 Monate vor dem 15. Geburtstag beginnen (R+V Versicherung)
  • Prüfungstermine variieren je nach Bundesland (3 Monate bis 6 Wochen vor Geburtstag) (ADAC)
4Wie es weitergeht
  • 125er-Erweiterung B196 gewinnt an Bedeutung (ADAC)

Sechs Fakten auf einen Blick, die die wichtigsten Eckdaten zur Mofa-Prüfbescheinigung zusammenfassen.

Merkmal Wert
Mindestalter 15 Jahre
Höchstgeschwindigkeit 25 km/h (bauartbedingt)
Erforderliche Bescheinigung Mofa-Prüfbescheinigung (kein Führerschein)
Durchschnittliche Kosten 200–400 €
Ausbildungsdauer meist 1–2 Wochen (6 Doppelstunden Theorie + Praxis)
Rechtliche Grundlage § 5 FeV

Kann ich ein Mofa mit 25 km/h ohne Führerschein fahren?

Die kurze Antwort: Ja, aber eine Prüfbescheinigung ist nötig. Diese berechtigt zum Führen von Mofas und Kleinkrafträdern bis 25 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit. Der Gesetzgeber unterscheidet hier strikt zwischen der Mofa-Prüfbescheinigung und einem klassischen Führerschein – ein Punkt, der oft für Verwirrung sorgt.

Rechtliche Grundlage der Mofa-Prüfbescheinigung

  • Die Prüfbescheinigung wird nach § 5 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) erteilt. (ADAC (Automobilclub))
  • Sie ist kein Führerschein im klassischen Sinne, sondern ein Nachweis über die Befähigung. (ADAC)
  • Wer vor dem 1. April 1965 geboren wurde, benötigt gar keine Bescheinigung – ein Ausweisdokument zum Altersnachweis reicht. (ADAC)

Was das in der Praxis bedeutet: Ein 15-Jähriger darf ohne Führerschein aufs Mofa steigen, sobald er die Prüfbescheinigung in der Tasche hat. Wer bereits einen B-Führerschein besitzt, braucht die Prüfbescheinigung nicht – die Fahrerlaubnis schließt Mofas automatisch mit ein.

Welche Führerscheine braucht man für Mofa?

Hier kommt es auf die Fahrzeugklasse an: Für das klassische Mofa (25 km/h) reicht die Prüfbescheinigung, für schnellere Gefährte sind echte Führerscheine vorgeschrieben.

Benötigt man einen Führerschein oder reicht eine Prüfbescheinigung?

  • Mofa (25 km/h): Mofa-Prüfbescheinigung – kein Führerschein. (ADAC)
  • Moped/Roller (45 km/h): Führerscheinklasse AM. (ADAC)
  • Leichtkraftrad (125 ccm): Klasse A1 oder B196 (Erweiterung des B-Führerscheins). (ADAC)

Welche Fahrerlaubnisklassen gibt es (AM, B, etc.)?

  • Klasse AM: ab 15 Jahre, für 45 km/h-Fahrzeuge, Kosten ca. 800–1.500 €.
  • Klasse B: ab 17 Jahre (begleitetes Fahren) oder 18 Jahre, schließt Mofas mit ein.
  • Klasse A1: ab 16 Jahre für 125er, Kosten ca. 1.500–2.500 €. (R+V Versicherung)
Fazit: Für das 25 km/h-Mofa reicht die Prüfbescheinigung – das ist keine Fahrerlaubnis, aber der Gesetzgeber behandelt sie als ausreichend. Jugendliche ab 15 profitieren von dieser niedrigen Hürde, müssen aber die regionalen Prüfungsfristen beachten.

Das bedeutet: Die Mofa-Prüfbescheinigung ist die niedrigste Hürde für Jugendliche, sich legal im Straßenverkehr zu bewegen.

Kann man Mofa mit B-Führerschein fahren?

Ja, das ist erlaubt – und zwar ohne zusätzliche Prüfbescheinigung. Der B-Führerschein (PKW) gilt automatisch für Mofas, sofern der Fahrer mindestens 15 Jahre alt ist.

Voraussetzungen für das Fahren eines Mofas mit B-Führerschein

  • Es wird keine separate Mofa-Prüfbescheinigung benötigt. (ADAC)
  • Der B-Führerschein muss gültig sein – auch ein vorläufiger reicht aus.

Altersbeschränkung

  • Mindestalter: 15 Jahre. (ADAC)
  • Wer den B-Führerschein mit 17 macht (begleitetes Fahren), darf das Mofa auch schon mit 17 fahren – die Altersgrenze für das Mofa bleibt 15.
Der Haken

Wer den B-Führerschein erst mit 18 erwirbt, hat jahrelang keine Mofa-Berechtigung – für viele Jugendliche lohnt sich daher die günstige Prüfbescheinigung als Brücke.

Das bedeutet: Wer früh mobil sein will, sollte die Prüfbescheinigung als Zwischenlösung nutzen.

Was kostet ein 25 km/h Führerschein?

Die Kosten für die Mofa-Prüfbescheinigung variieren stark – je nach Fahrschule, Region und ob die Prüfung auf Anhieb bestanden wird.

Kosten der Mofa-Prüfbescheinigung

  • Fahrschulpaket (Theorie + Praxis): meist 300–450 € (R+V Versicherung)
  • Alternativ: reine Fahrschulpauschale 70–150 € plus Prüfungsgebühren (ca. 15 €) und Ausstellungsgebühr (ca. 8 €) – Gesamt unter 200 €. (Bußgeldkatalog.org)
  • ADAC nennt als typische Gesamtkosten 300–400 €. (ADAC)

Kostenunterschiede zur AM-Klasse

  • AM-Führerschein: 800–1.500 € – deutlich teurer wegen umfangreicherer Ausbildung. (ADAC)
  • Die Mofa-Prüfbescheinigung ist daher die günstigste Option für Jugendliche.
Wichtig zu wissen

Die Kosten steigen, wenn die theoretische Prüfung nicht beim ersten Versuch bestanden wird – jede Wiederholung kostet extra. (Bußgeldkatalog.org)

Das bedeutet: Ein guter Vorbereitungskurs ist eine lohnende Investition.

Wie lange dauert ein 45 km/h Führerschein?

Der AM-Führerschein für 45 km/h-Fahrzeuge erfordert eine umfangreichere Ausbildung als die Mofa-Prüfbescheinigung.

Dauer der AM-Ausbildung

  • Insgesamt etwa 4–6 Wochen, abhängig von der Fahrschule und Terminverfügbarkeit. (ADAC)
  • Theoretischer Unterricht: 6 Doppelstunden à 90 Minuten. (ADAC)
  • Praktische Fahrstunden: Anzahl variiert, meist 6–10 Fahrstunden.

Vergleich zur Mofa-Prüfbescheinigung

  • Mofa-Prüfbescheinigung: oft innerhalb weniger Tage möglich – nur 6 Doppelstunden Theorie + kurze Praxis. (R+V Versicherung)
  • AM-Führerschein: länger, teurer und Prüfung durch den TÜV/DEKRA erforderlich.
Fazit: Wer schnell mobil sein will, wählt die Mofa-Prüfbescheinigung – sie ist in 1–2 Wochen erledigt. Wer lieber auf 45 km/h aufrüsten möchte, muss Geduld und Budget mitbringen.

Das bedeutet: Die Mofa-Prüfbescheinigung ist die zeiteffizientere Lösung.

Was besagt § 5 FeV (Mofa-Prüfbescheinigung) genau?

Paragraph 5 der Fahrerlaubnis-Verordnung ist die rechtliche Grundlage für die Mofa-Prüfbescheinigung. Er regelt, wer sie beantragen kann und welche Bedingungen gelten.

Inhalt der Vorschrift

  • Die Prüfbescheinigung berechtigt zum Führen von Mofas und Kleinkrafträdern bis 25 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit. (ADAC)
  • Voraussetzung: erfolgreicher Abschluss einer theoretischen und praktischen Ausbildung.
  • Keine Fahrerlaubnis, sondern ein Befähigungsnachweis.

Ausnahmen und Gültigkeit

  • Die Bescheinigung ist nicht auf bestimmte Fahrzeuge beschränkt, solange die 25 km/h-Grenze eingehalten wird.
  • Kein Erste-Hilfe-Kurs, kein Sehtest erforderlich. (ADAC)
  • Gültig in ganz Deutschland, keine Befristung auf Lebenszeit (außer die Bescheinigung wird eingezogen).
Achtung

Wer ohne gültige Prüfbescheinigung erwischt wird, riskiert ein Bußgeld und Punkte in Flensburg. Die Versicherung kann bei Unfällen die Leistung kürzen.

Das bedeutet: Die Einhaltung der Vorschriften ist entscheidend für die eigene Sicherheit und den Versicherungsschutz.

Kann ich ein E-Bike bis 25 km/h ohne Führerschein fahren?

Die Antwort hängt von der Bauart des E-Bikes ab. Nicht jedes Elektrozweirad ist automatisch ein Fahrrad.

Rechtliche Einordnung von E-Bikes

  • E-Bikes mit Tretunterstützung bis 25 km/h (Pedelec) gelten als Fahrräder – kein Führerschein erforderlich. (ADAC)
  • E-Bikes mit ausschließlichem Motorbetrieb (ohne Pedale) werden als Mofa eingestuft → Prüfbescheinigung nötig.

Unterschied zu Mofa

  • S-Pedelec (bis 45 km/h): mindestens Mofa-Prüfbescheinigung, faktisch besser mit AM-Führerschein. (R+V Versicherung)
  • Mofa (25 km/h) ist immer motorisiert – Pedelec nur mit Tretunterstützung.
Die Krux

Viele Verbraucher kaufen ein E-Bike, das optisch einem Fahrrad ähnelt, aber rechtlich ein Mofa ist – die Konsequenz: Ticket für Fahren ohne Prüfbescheinigung.

Das bedeutet: Vor dem Kauf eines E-Bikes sollte die Bauart genau geprüft werden.

Schritte zur Mofa-Prüfbescheinigung

  1. Anmeldung in einer Fahrschule – frühestens 6 Monate vor dem 15. Geburtstag möglich. (R+V Versicherung)
  2. Theoretische Ausbildung – mindestens 6 Doppelstunden à 90 Minuten. (ADAC)
  3. Praktische Ausbildung – meist 2–4 Fahrstunden, je nach Fahrschule. (ADAC)
  4. Prüfung ablegen – theoretische Prüfung (multiple choice) und praktische Fahrprüfung. (ADAC)
  5. Bescheinigung beantragen – gegen Gebühr (ca. 8 €) bei der Fahrschule oder der zuständigen Behörde. (Bußgeldkatalog.org)

Die gesamte Prozedur dauert im Idealfall 1–2 Wochen, in ländlichen Regionen oft länger wegen Fahrplan der Fahrschulen.

Bestätigte Fakten und was unklar bleibt

Bestätigte Fakten

  • Mindestalter 15 Jahre. (ADAC)
  • Mofa max. 25 km/h bauartbedingt. (ADAC)
  • Kein Führerschein, sondern Prüfbescheinigung. (ADAC)
  • B-Führerschein berechtigt zum Führen eines Mofas. (ADAC)

Was unklar ist

  • Die genauen Kosten variieren je nach Fahrschule und Region. (R+V Versicherung)
  • Ob ein E-Bike als Mofa gilt, hängt von der Bauart ab (Pedale, Motorart). (ADAC)
  • Ob die Mofa-Prüfbescheinigung im Ausland gültig ist, ist nicht einheitlich geregelt. (ADAC)

Das bedeutet: Bei spezifischen Fragen sollte eine Fahrschule oder die zuständige Behörde konsultiert werden.

Expertenstimmen zur Mofa-Prüfbescheinigung

Die Mofa-Prüfbescheinigung beinhaltet zwei Teile: die theoretische und praktische Ausbildung. Der theoretische Unterricht umfasst mindestens sechs Doppelstunden à 90 Minuten.

– ADAC (Automobilclub)

Die Prüfbescheinigung zum Führen von Mofas und zwei- und dreirädrigen Kraftfahrzeugen bis 25 km/h ist ein (deutscher) Nachweis über die Befähigung zum Führen dieser Fahrzeuge.

– Wikipedia (Mofa-Prüfbescheinigung)

Diese Perspektiven zeigen: Die Prüfbescheinigung ist eine ernsthafte Ausbildung, aber kein klassischer Führerschein. Wer sie in der Tasche hat, darf legal auf 25 km/h-Fahrzeugen unterwegs sein – mit allen Rechten und Pflichten.

Wer sich über die aktuellen Entwicklungen informieren möchte, findet im Artikel zum Mofa-Führerschein 2026 eine detaillierte Übersicht zu Kosten und Strafen.

Häufig gestellte Fragen

Wer darf Mofa fahren ohne Führerschein?

Personen ab 15 Jahren mit einer gültigen Mofa-Prüfbescheinigung. Auch wer einen B-Führerschein besitzt, darf Mofa fahren – unabhängig vom Alter (sofern mindestens 15).

Wer darf noch 125er fahren?

125er (Leichtkrafträder) dürfen mit Führerscheinklasse A1 (ab 16 Jahren) oder mit der Erweiterung B196 (nach bestandener Fahrerschulung) gefahren werden.

25 km/h Auto mit oder ohne (Mofa-)Führerschein fahren?

Ein 25 km/h Auto (z. B. Aixam) wird rechtlich als Leichtkraftfahrzeug eingestuft und benötigt mindestens die Klasse AM – die Mofa-Prüfbescheinigung reicht nicht.

Wie viel kostet ein 45 km/h Führerschein?

Der AM-Führerschein kostet zwischen 800 und 1.500 €, je nach Fahrschule und Anzahl der Fahrstunden.

Ist die Mofa-Prüfbescheinigung ein Führerschein?

Nein, rechtlich handelt es sich um eine Prüfbescheinigung, nicht um eine Fahrerlaubnis. Umgangssprachlich wird sie oft als „Mofa-Führerschein“ bezeichnet, was juristisch unpräzise ist.

Das bedeutet: Die Prüfbescheinigung ist kein Führerschein, aber sie berechtigt zum Führen von Mofas.

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Das bedeutet: Weitere Informationen finden Sie bei den genannten Quellen.